Kopmanschap ut hanovere Mittelalterliche Kaufmannschaft aus Hannover

 

Darstellung

Was wir darstellen können

Wir können das Leben der Kaufleute darstellen, die im Nah- und Fernhandel unterwegs waren, bevor die Zeit von Handelsagenten einsetzte. Wir können schreiben, rechnen, handeln. Dies mit unterschiedlichen Materialien, Münzen und Massen: Gewichte, Länge, Volumen, Stück usw. Dies können wir vorführen und die Steuern berechnen. Wir können Geldwechseln und Gold wiegen. Wir können betrügen und übervorteilen und dafür sorgen, dass ein anderer ein Schlitzohr bekommt. Wir können Standesrecht einfordern und Sitzungen abhalten. Wir können feiern. Wir können ungeahnte Reichtümer anhäufen und bankrott gehen. Wir können über zu hohe Steuern jammern und gleichzeitig der Kirche viel Geld spenden.


Versuch des Nacherlebens ("Reenact-Tätigkeiten")

Alle Ausstattungsgegenstände können wir bedienen. Wir zeigen, wie der Kaufmann handelte und dokumentierte, wie er Geld verdiente, spekulierte, Steuern berechnete, betrog und betrogen wurde, schrieb und rechnete, wägte und wagte.


Zeitrahmen

Der Zeitrahmen, in dem wir uns bewegen, liegt zur zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert. Die Zeitspanne liegt zwischen 1450 und 1500. Diese Zeit ist geprägt durch schon entwickelten Fernhandel im Niedergang der Hanse mit einer Warenvielfalt, Währungsvielfalt, Einheitenvielfalt, "staatlicher" Intervention, die eine Schriftlichkeit entwickeln ließ, die derart in der vorherigen Zeit nicht nötig war. Instrumente wurden entwickelt, um den kaufmännischen Alltag bewältigen zu können. Handelshäuser entwickelten sich und die Kaufmannschaft wurde eine ernstzunehmende Macht im gesellschaftlichen Gefüge.

Umfeld

Das Umfeld ist die Stadt Hannover, die in dieser Zeit noch eine kleine Bürgerstadt war vor ihrerm Aufstieg zur Residenzstadt, mit ihren Beziehungen zu Hildesheim. Hannover hatte nur regionale Bedeutung. Überregionales Handelszentrum war sie nicht, lag aber an einem Handelsweg der stetiges Wachstum unterstützte. Hier gab es ausgeprägte Strukturen der Kaufmannsgilden, die die kleinen und großen Hindernisse und Widrigkeiten zu bewältigen hatten sowie die kleinen und großen Chancen und Gewinne nutzten. Fernhandel und regionale Verteilung der Güter wurde hier abgewickelt mit allen zur Verfügung stehenden und nachgewiesenen Instrumenten nund Werkzeugen. Die Quellenlage und Fundlage ist befriedigend. Staatsarchiv, Stadtarchiv und Historisches Museum sowie die in diesem Umfeld erschienenen Veröffentlichungen geben einen ersten Einblick in die Alltäglichkeit. Weitere Quellen sind noch unerschlossen, viele Quellen sind verbrannt. Aber aus diesem Konvolut versuchen wir eine Darstellung zu rekonstruieren.

Möglichkeiten

Hieraus ergeben sich die Möglichkeiten diese Zeit wiederzubeleben und in diesem Umfeld zu agieren: auf Märkten, in Museen, auf Treffen.

Schaut auf die Bilder für einen Eindruck, was wir machen.


Freunde

Einige andere Gruppen bewegen sich gleichfalls in der Zeit und - noch besser - im gleichen Themenfeld. Zu allererst ist das

Hansevolk zu Lübeck e.V. zu nennen, mit denen wir ein schönes Treffen auf der 700. Jahr Feier von Stockelsdorf erleben durften.

Weiterhin sind die Elveluet zu nennen, die auch die Hansezeit und das Hansich-Händlerische darstellen.

Auch wenn wir sie (noch) nicht kennen und uns mindestens 130 Jahre trennen - die Kölner Gruppe "ca1320er.de" gehören auch in die Gruppe der Verrückten, die versuchen, Rechenbretter und Rechentücher, das Rechnen auf der Linie wieder ins Bewusstsein zu heben.

Natürlich fühlen wir uns zeitlich auch der Compagnie of St. Georges verbunden, mit denen unsere Bedeckung langjährig verbunden ist wie auch mit dem Nürnberger Aufgebot.

Nicht zuletzt sind die beiden Internetpräsenzen von Karfunkel und TempusVivit aufzuführen, ohne deren Hilfe sicherlich einiges nicht möglich wäre oder sich nicht entwickelt hätte in der Szene.

Wer mehr wissen möchte oder auch mal dabei sein will, schreibt einfach eine Mail. Wir sind offenen für alle, die das späte Mittelalter nicht nur als großes Ritterspiel ansehen und die nicht aus Hörnern trinken möchten.

    Seitenanfang

     

    Bitte senden Sie Ihre Kommentare an Olaf Overlander. Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 07.10.2003.